Bd. I · Heft 03 · Mai 2026 Redaktion Vorhaben ·
Vorhaben Magazin für Frauen-Unternehmertum, Gründerinnen und Selbstständigkeit DACH — Bd. I —
Über das Magazin

Vorhaben — Frauen-Unternehmertum als analytische Disziplin.

Vorhaben ist ein monatlich erscheinendes deutschsprachiges Fachmagazin für Frauen-Unternehmertum, Gründerinnen und Selbstständigkeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wir schreiben über die Vor- und Frühphase der unternehmerischen Tätigkeit zwischen Geschäftsmodell-Entwicklung und Rechtsform-Wahl, über die Finanzierungs-Architektur zwischen KfW-Förderung und Investorinnen-Strukturen, über das Wirtschafts­recht der selbstständigen Tätigkeit (Steuer, Gewerbeanmeldung, Schein­selbstständigkeit), über Branchen-Porträts in Beratung, Bildung, Pflege, Handwerk und Tech, über die Vereinbarkeits-Realität jenseits der „Mompreneur"-Klischees, und über die Netzwerk-Architektur zwischen Bundesverband und IHK-Frauenarbeitskreis. Keine Verbandspublikation, keine Förderbank-Werbeplattform, kein Lifestyle-Female-Boss-Newsletter. Ein redaktionelles Fachmagazin, das das Frauen-Unternehmertum als analytische Disziplin behandelt — ökonomisch, juristisch, branchen­spezifisch.

Vorhaben ist explizit keine Wiederbelebung eines bestehenden oder ehemaligen Veranstaltungs-Formats unter dieser Domain. Das Magazin steht in keiner institutionellen, organisatorischen oder personellen Verbindung zu der vormals geführten Plattform. Wir publizieren keine Event-Selbstdarstellung, keine Mitglieds-Verzeichnisse, keine Werkstatt-Werbungs-Beiträge. Die unternehmerischen Themen behandeln wir DACH-weit und einrichtungs­unabhängig.

Der Takt ist monatlich. Sechs Ressorts — Gründung, Finanzierung, Recht, Branche, Vereinbarkeit, Netzwerk — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jedes Heft füllt alle sechs Felder gleich; manchmal verdichten sich drei Texte um eine KfW-Förderprogramm-Reform, manchmal hängt eine ganze Ausgabe an einer Branchen-Reportage aus der Solo-Beratungs-Welt. Die aktuelle Mai-2026-Ausgabe hat ihren Schwerpunkt in der laufenden Diskussion um die geringfügig­e Beschäftigungs-Reform 2026 und in einer Bestandsaufnahme der EXIST-Gründungsstipendium-Reform nach BMWK-Beschluss April 2026.

Der Name Vorhaben ist Programm. Ein „Vorhaben" ist im deutschen Geschäfts-Sprachgebrauch das konkrete Projekt, der definierbare Plan, das Vorgehen mit Anfang, Mitte und Ende. Er ist kein „Visionsbild", kein „Mission Statement", keine „Brand Story". Wir verwenden den Begriff als programmatische Selbstverortung: ein Fachmagazin für Frauen, die ein Vorhaben betreiben, nicht für Frauen, die eine Marke werden. Operationale Klarheit statt Inszenierungs-Marketing.

Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen der ökonomisch-juristischen Architektur und der konkreten Praxis am Schreibtisch der selbstständigen Berater­in oder in der Werkstatt der Tischlermeisterin. KfW-StartGeld bis 125.000 EUR wird gern als „die" Gründungs-Förderung verkürzt — wir lesen die Antrags­bedingungen mit den Hausbank-Vermittlungs-Logiken und der tatsächlichen Bewilligungs-Quote ohne Marketing-Verzerrung. Schein­selbstständigkeits-Verdacht wird gern als „neuerdings problematisch" dargestellt — wir lesen das Herrenberg-Urteil von 2022 und die Folge-Rechtsprechung mit den konkreten Indizien-Listen der Sozialversicherungs-Träger. Sober, mit Quellen-Bezug.

Geschrieben ist Vorhaben für Gründerinnen in der Vor- und Frühphase, für Solo-Selbstständige in beratenden, kreativen, handwerklichen und tech-nahen Branchen, für Inhaberinnen kleiner und mittlerer Unternehmen, für Beraterinnen, Steuerberaterinnen, Anwältinnen mit Selbstständigen-Mandant:innen, für Wirtschafts-Journalist:innen mit Female-Entrepreneurship-Schwerpunkt, für IHK- und HWK-Frauenarbeitskreis-Aktive und für ein überregionales Bildungs­publikum mit Interesse an der konkreten unternehmerischen Realität jenseits der Konzern-Vorstands­berichterstattung. Wir setzen Lesefreude an Fachterminologie voraus (KfW, Mezzanine, EÜR, UStVA, Honorar-Vereinbarung), aber kein BWL-Examen.

Gastbeiträge

Vorhaben nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text geschrieben hat — Gründungs-Erfahrungs­bericht, Förderprogramm-Analyse, Rechts-Anmerkung zu einer Sozial­versicherungs-Reform, Branchen-Porträt mit konkretem fachlichen Profil, Vereinbarkeits-Notiz mit Selbstständigen-Perspektive — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche und honorieren angenommene Beiträge nach festen Sätzen. Kürze ist kein Nachteil, eine konkrete Förderprogramm-Bezeichnung sagt mehr als drei Absätze Allgemein­urteil, und wer Quellen sauber zitiert (BMWK-Beschluss, Datum, Aktenzeichen), hat schon einen halben Text geschrieben.

Frauen-Unternehmertum ist für uns kein Diversity-Schlagwort. Es ist die langwierige Übung, am Dienstagvormittag in der Buchhaltung den Vorsteuerabzug einer kleinen Anschaffung richtig zuzuordnen und am Donnerstag in einer Hausbank-Beratung den Förderprogramm-Antrag so vorzubereiten, dass die Bewilligung in der Sachbearbeitungs-Schicht durchgewunken wird.